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Woher kommen Workations und wieso gibt es immer mehr davon?

Tatsächlich gibt es keinen glasklaren Ursprung, zumindest konnten wir nicht herausfinden wann, wo und von wem der Begriff ins Leben gerufen wurde.

Vielmehr sind Workations der nächste logische Schritt in der Arbeitswelt als Konsequenz einer ganzen Reihe an Entwicklungen und neuen Gegebenheiten. Nachfolgend eine Übersicht dieser Entwicklungen und Treiber

Punkt 1 – Allgemeine Veränderung der Arbeitswelt und neue Modelle

Lass uns ein wenig in der Zeit zurückgehen: Erste Überlegungen für neue Arbeitsmodelle, um Arbeitsort und Arbeitszeit zu trennen und anders zu gestalten gab es schon zu Beginn der 80er Jahre. Grund dafür waren die zunehmenden Belastungen von Umwelt, aber auch Zeit- und Geldressourcen der Arbeitnehmer durch verstärktes Pendeln vom Wohn- zum Arbeitsort. Dazu kamen dann die Entwicklungen der Informationstechnologie, die Ausbreitung des Internets und dass immer mehr Erwerbstätige Berufe in der Informationsverarbeitung ausübten. In der Folge sind Modelle entstanden wie die Vertrauensarbeitszeit, bei der ein Mitarbeiter nach seinen Ergebnissen und nicht anhand der reinen Arbeitszeit gemessen wird. (Mitarbeiter dürfen eigenverantwortlich regeln, wann Sie welche Arbeit erledigen). Und auch das Modell “Homeoffice”, bei dem ein Mitarbeiter von Zuhause aus Arbeiten kann, wenn seine Arbeit das zulässt.

Punkt 2 – Digitalisierung

Smartphones, künstliche Intelligenz, selbstfahrende Autos, you name it – die Digitalisierung und Entwicklung neuer Technologien ist nicht zu stoppen. Selbst an den abgelegensten Orten der Welt gibt es mittlerweile Wifi. Unsere Handys als Verlängerung unseres Arms ständig bei uns sind wir quasi immer und überall erreichbar. Das hat die Folge, dass wir dazu neigen, auch abseits des Büros Business-Telefonate zu führen, Emails zu beantworten usw. Gleichzeitig steigt aber auch der Erwartungsdruck von Unternehmen selbst, dass Mitarbeiter immer erreichbar sind, um in Notfällen reagieren zu können. Bei einer Umfrage in den USA hat ein Viertel aller Befragten angegeben schon einmal während des Urlaubs vom Arbeitgeber oder Kollegen kontaktiert worden zu sein. Das lässt die Grenze zwischen unserer Arbeit und unserem restlichen Leben völlig verschwimmen und bringt uns zum nächsten Punkt:

Punkt 3 – Es gibt mehr und mehr Leute die vom Urlaub aus arbeiten

War ein Urlaub bisher immer nur zur Erholung da, wird es immer mehr die Norm statt der Ausnahme auch vom Urlaub aus zu arbeiten. Das ist auch überhaupt nicht tragisch, wenn man es nicht übertreibt.

Punkt 4 – Zunehmende Anzahl an Remote-Jobs

Die Digitalisierung hat noch einen weiteren Nebeneffekt: Es ergeben sich durch das Internet immer mehr Möglichkeiten Online und von überall aus zu arbeiten. Immer mehr Mensch möchten die Freiheit haben von zu Hause oder von überall auf der Welt zu arbeiten, starten ihr eigenes Unternehmen, machen sich selbständig oder arbeiten als Freelancer. Für viele Jobs spielt es fast keine Rolle mehr wo auf der Welt man sich befindet. Die globale Vernetzung macht es auch Programmierern, Beratern und anderen Jobs möglich von irgendwo anders zu arbeiten.

Punkt 5 – Millennials

Die Generation der Millennials ist die erste die schon von klein auf mit der kompletten Informationstechnologie aufgewachsen ist. Das Internet, Computer, Smartphones alles schon da. Die besten Möglichkeiten und Voraussetzungen, die es jemals in der Geschichte gab sich zu verwirklichen, frei zu sein und das zu tun was man möchte. Vermutlich genau deswegen ist dieser Generation die Work-Life-Balance so wichtig wie keiner Generation zuvor. Ein Job ist nicht mehr länger nur eine finanzielle Stütze. Vielmehr geht es darum etwas auf der Welt zu verändern, Spaß zu haben und sich auch selbst zu verwirklichen. Um das zu erreichen sind Sie auch bereit immer und von überall aus zu arbeiten. Einer Studie zufolge arbeiten mehr als 60% aller 18 bis 34% Jährigen auch vom Urlaub aus gegenüber 48% der 35 bis 54 Jährigen.

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Welche weiteren Faktoren sind aus deiner Sicht für die Entwicklung der Workation verantwortlich? Oder vielleicht hast du ja herausgefunden wo der Begriff entstanden ist? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

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